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Von der "Elisabeth" bis hin zu "Unterhaltsamen"
Fünf Jahre ‘Theatergruppe am Gymnasium Rochlitz

"Freie Presse" (Lokalausgabe Rochlitz vom 13.03.2000) 

(NI). Am Rochlitzer Johann-Mathesius-Gymnasium können sich die Schüler nach Unterrichtsschluss vielfältig betätigen. Neben sportlichen Aktivitäten, wie der Volleyball-AG, gibt es für eher künstlerisch interessierte Schüler den Chor, die Schülerzeitung "Reißwolf" sowie die Theatergruppe, die seit 1995 existiert. Sie wurde anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Stadt Rochlitz und der damit verbundenen Aufführung der "Elisabeth" durch Schüler des Gymnasiums aus der Taufe gehoben. Seit damals ist die Deutschlehrerin und stellvertretende Direktorin Ilona Mai die Leiterin.

Mittwochs wird geprobt

"Bei den Proben zu "Elisabeth" haben wir die Begeisterung bei. Lehrern, Schülern und Zuschauern gespürt. Wegen der positiven Resonanz und dem Spaß, den sowohl Lehrer als auch Schüler beider Zusammenarbeit hatten, wurde die Theatergruppe gegründet und gehört jetzt zum festen Bestandteil der Bildungseinrichtung"‚ resümiert Ilona Mai. Weitere Betreuerinnen sind die Deutschlehrerin Evelyn Rothe, Heike Koester und Lili Weber. Die Mitgliederzahl schwankt von Jahr zu Jahr, dieses Schuljahr wirken neunzehn Schüler, davon nur sechs Jungen, an den Produktionen mit. Die Theatergruppe trifft sich jeden Mittwoch, von 1345 bis zirka 16 Uhr. Die Dauer der Proben kann wegen verschieden liegender Unterrichtszeiten und den Busplänen jedoch stark variieren und es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Vor Auftritten wird besonders intensiv geübt, so dass auch schon mal Proben an Wochenenden oder in den Ferien angesetzt sind. Dies verlangt den Schülern und Lehrern auch ein gewisses Maß an Enthusiasmus für das Theaterspiel und viel Disziplin ab.

Das Schauspielern selbst macht nur einen Teil der Aktivitäten aus. Zuerst muss ein passender Stoff gefunden werden und dann werden die verschiedenen Rollen auf die Schüler zugeschnitten. Der Text muss einstudiert, Bühnenbilder kreiert, Requisiten besorgt werden. Der Fundus der Schule an Kostümen und Requisiten ist begrenzt, deshalb müssen viele Kleider und Anzüge von den Schülern von Zuhause mitgebracht werden oder selbst gefertigt werden, was viel lmprovisationstalent und Kreativität erfordert. In der Vorbereitungsphase helfen auch die Kunst- und Werkenlehrer mit der Erarbeitung von Bühnenbildern. Wird ein Stück neu einstudiert, spielen die Schü1er die Szenen parallel durch. Bei größeren Proben werden dann nur noch einzelne Szenen vorgetragen, und die Lehrerinnen geben letzte Anweisungen zur Verbesserung des Auftritts. Als schauspielerische Naturtalente haben sich Claudia Richter und Constanze Zimmermann, beide aus der 10. Klasse, sowie Melanie Schneider und Elisabeth Stolz erwiesen, um nur einige zu nennen.

Aktuell "Unterhaltsames"

Pro Jahr studiert die Theatergruppe ein großes Stück ein, angefangen mit "Elisabeth" 1995 über "Antigone" 1997 bis hin zu "Unterhaltsames" im laufenden Schuljahr. "Unterhaltsames" ist eine Sammlung vieler kleiner Teilstücke wie "Kloriositäten", "Lehrer" oder "Alptraum Hochzeit". ‚Jene kleinen Episoden bildeten den kulturellen Rahmen verschiedener Anlässe wie der Toiletteneinweihung und dem "Tag der offenen Tür im Gymnasium. Diese Performance markierte auch den letzten öffentlichen Auftritt in diesem Schuljahr.

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