Konrad Adenauer
Kurzbiographie:
Konrad Adenauer wurde am 5. Januar 1876 in Köln geboren.
Er studiert nach dem Abitur Rechtswissenschaften in Freiburg, München und Bonn.
Er tritt 1905 der Deutschen Zentrumspartei bei.
Adenauer wird 1917 Oberbürgermeister von Köln.
Adenauer ist kein Anhänger der Nationalsozialisten und wird deshalb als Oberbürgermeister abgesetzt und lebt von da an zurückgezogen in Deutschland.
1946 wird er zum Vorsitzenden der Neugegründeten CDU gewählt.
Am 15. September 1949 wird Adenauer per Direktmandat mit einer Stimme Mehrheit zum 1. deutschen Bundeskanzler der BRD gewählt.
Adenauer bleibt 14 Jahre lang Bundeskanzler (1949-1963) und wurde 2003 zu dem bedeutendsten Deutschen gewählt.
Nachfolger von Adenauer wurde sein langjähriger Wirtschaftsminister Ludwig Erhard.
Konrad Adenauer starb am 19. April 1967 in Rhöndorf bei Bonn und wurde 6 Tage später auf dem Waldfriedhof in Rhöndorf beigesetzt.
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politische Leistungen:
Adenauer bemüht sich von Anfang an, dass das Besatzungsstatut gelockert bzw. aufgehoben wird. Eine Lockerung erreichte er bereits nach wenigen Wochen mit dem Petersberger Abkommen. In diesem Abkommen wird der BRD gestattet internationalen Organisationen beizutreten Des weitern wurden wichtige Währungs- und Demontagefragen geklärt.
Bis 1955 liegt die "oberste Gewalt" noch bei den drei Westmächten. Die 1949 gegründete BRD ist nur eingeschränkt souverän. Die Westmächte werden durch die Hohen Kommissare der Alliierten vertreten. Ihre Befugnisse sind in dem Besatzungsstatut festgeschrieben.
Am 3.12.1949 spricht sich Adenauer für einen westdeutschen Verteidigungsvertrag aus.
Adenauer unterzeichnet am 18.4.1951 den Vertrag über die "Montanunion" (d. h. Bildung einer europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl).
Vom 26./27.5.1952 unterzeichnete Adenauer den Deutschlandvertrag. Der Vertrag regelt das Ende des Besatzungsregimes in Deutschland (BRD), d. h. Abschaffung der Alliierten Hohen Kommission. Durch diesen Vertrag wird die BRD ein weitgehend souveräner Staat.
Noch im selben Jahr unterzeichnet Adenauer den EVG-Vertrag (Europäischen Verteidigungsgemeinschaft). Mitglieder waren Frankreich, Italien, die Beneluxstaaten und die BRD. Durch diese Verteidigungsgemeinschaft sollten den Risiken einer deutschen Wiederbewaffnung vorgebeugt werden.
Am 10.9.52 kommt es zur Unterzeichnung des Luxemburger Abkommens, dass war ein Wiedergutmachungsabkommen mit Israel. Adenauer sichert darin die Eingliederung einer halben Million jüdischer Flüchtlinge zu. Des weitern garantiert er den, durch das NS-Regime, enteigneten Juden, die Vermögensverluste zu ersetzten und eine globale Entschädigung von 3 Milliarden DM zu zahlen.
Deutschland tritt 1955 der NATO und der Westeuropäischen Union bei, dafür erhält die BRD ihre Souveränität zurück.
Der wahrscheinlich größte Erfolg Adenauers war, zahlreiche deutsche Soldaten aus sowjetischer Gefangenschaft zu befreien. Vom 9.-13.9.1955 war Adenauer in Moskau auf Einladung der sowjetischen Regierung. Die UdSSR wollte diplomatische Beziehungen zur Bundesrepublik aufbauen. Für Adenauer stand jedoch die Heimkehr der Kriegsgefangenen an erster Stelle. Bei diesen Verhandlungen kam es immer wieder gegenseitig zu Vorwürfen der Kriegsverbrechen. An diesen Vorwürfen drohten die Verhandlungen zu scheitern (Adenauer wollte das jedes Mitglied seiner Delegation, einen halben Löffel Olivenöl trinkt, damit vertrug man mehr Wodka der Russen und so brach das "Eis"). Am Ende bekamen beide was sie wollten. Die BRD sicherte diplomatische Beziehungen zu und die UdSSR schickte die letzten Kriegsgefangenen zurück nach Deutschland. Das brachte Adenauer sehr viele Sympathien in Deutschland ein.
Am 22.9 des Jahres wird die Hallstein- Doktrin verkündet. Es soll der Anerkennung der DDR durch Drittstaaten entgegenwirken und es werden Sanktionen gegen die Staaten verhängt, die diplomatische Beziehungen zur DDR aufbauen wollten. Man wollte die DDR politisch isolieren und hofft dadurch den Alleinvertretungsanspruch durchzusetzen.
1957, am 25.3. kommt es zur Unterzeichnung der Römischen Verträge. Darin beschließen Frankreich, Italien, die Beneluxstaaten und die Bundesrepublik, die Errichtung einer Europäischen Wirtschaftgemeinschaft (EWG) und einer Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM).
Adenauer spricht sich für eine Aufrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen aus (4.4.57).
1963 Beitritt der BRD zum Atomwaffenstopp-Abkommen.
Am 15.10.1963 tritt Konrad Adenauer als Bundeskanzler zurück und sein Nachfolger wurde Ludwig Erhard.
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