Helmut Schmidt

Helmut Schmidt [1]

Kurzbiografie:


Am 23.12.1918 wurde Helmut Schmidt in Hamburg-Barmbek geboren.

1937 machte er sein Abitur an der Hamburger Lichtwark-Schule.

Von ´37-´39 Reichsarbeitsdienst und Wehrmacht und anschließend von ´39-´42 Soldat im Zweiten Weltkrieg (1941 kommt er an die Ostfront).

1942-1944 war Schmidt im Innland stationiert und musste als Oberleutnant vom Dez. ´44 bis April ´45 an der Westfront.

An der Westfront gerät er auch in brit. Kriegsgefangenschaft und kehrte erst am 31. August in die Heimat zurück.

1946 Eintritt in die SPD und von 1946-1949 begann er ein Studium der Volkswirtschaft und Staatswissenschaft in Hamburg.

Von 1953-1962 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Schmidt wurde 1957 Mitglied des Fraktionsvorstandes der SPD und entwickelte sich zu einem glänzenden Redner und wurde so zu einem der profilierten Vertreter der jüngeren Generation (Schmidt setzt sich ´58 entschieden gegen eine atomare Bewaffnung der Bundeswehr aus.)

1961-1965 war Schmidt Hamburger Innensenator und anschließend wieder von 1965 bis 1987 Bundestagsmitglied.

Schmidt war im ersten Kabinett Brandts von ´69-´72 Bundesverteidigungsminister.

Im zweiten Kabinett Brandts wurde Schmidt als Bundesfinanzminister am 15.12.1972 vereidigt.

Am 16.5.1974 wurde Helmut Schmidt nach dem Rücktritt Brandts neuer Bundeskanzler.

Nach 8 Jahren Regentschaft wurde Schmidt am 1.10.1982 nach dem Bruch der Koalition der SPD/FDP mit einem konstruktiven Misstrauensvotum als Kanzler abgewählt.

Sein Nachfolger wurde für die nächsten 16 Jahre Helmut Kohl.

Im Dezember 1986 gründet Schmidt gemeinsam mit Giscard d´Estaing den Ausschluss für die Europäische Währungsunion und unterstützten in der Folgezeit die Bestrebungen zur Errichtung einer Europäischen Zentralbank.

Anlässlich seines 80. Geburtstags am 20.12.1998 wurde Helmut Schmidt 3 Tage später die Ehrenbürgerschaft des Landes Schleswig-Holstein verleihen.


veröffentlichte Bücher:

Die Deutschen und ihre Nachbarn 1990
Kindheit und Jugend unter Hitler 1992
Weggefährten
Auf der Such nach einer öffentlichen Moral 1998
die Selbstbehauptung Europas 2000

weitere Informationen zur Person(externe Quelle)

politische Leistungen:


Die Kanzlerschaft Schmidts steht von Anfang an unter dem Schatten der Rezession und der Weltwirtschaftskrise. Deshalb hebt er die Themen Vollbeschäftigung und Stabilität in seiner Regierungserklärung hervor.

Mitte der 70er Jahre wächst das Interesse der Ost- und Westmächte Europas zu gegenseitiger Verständigung.

Am 1.8.1975 unterzeichnet Schmidt die Schlussakte der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE).Mitglieder waren 7 Staaten des Warschauer Paktes (darunter auch die DDR), 13 neutrale Staaten und 15 NATO-Staaten und ebenso wurden die USA und Kanada aufgenommen.

Nach den Bundestagswahlen 1976 wird Schmidt als Bundeskanzler mit einer SPD/FDP-Koalition bestätigt.

1977 erreichte eine Welle terroristischer Aktionen ihren Höhepunkt.

Am 5.9. ´77 wurde der damalige Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer entführt und am 13.10.´77 wurde die Lufthansamaschine "Landshut" entführt.

Schmidt bleibt hart und gibt den Terroristen nicht nach. Am 18.10.´77 gab er den Befehl zur Erstürmung der "Landshut" durch eine deutsche Spezialeinheit des Bundesgrenzschutzes. Arbeitgeberpräsident Schleyer wurde wenige Tage später ermordet aufgefunden. Schmidt übernahm die volle Verantwortung für den Tod Schleyers.

Noch im selben Jahr erhält er den Theodor-Heuss-Preis.

Mitte der 70er Jahre hatte die UdSSR ihre Mittelstreckenraketen durch modernere Raketen mit mehr Sprengkraft ersetzt. Dadurch sah Schmidt das militärische Gleichgewicht in Europa gefährdet und forderte die NATO zur Gegenmaßnahmen auf um das militärische Gleichgewicht zu sichern.

Am 12.12.1979 wurde dieser, heftig diskutierte NATO-Doppelbeschluss offizielles NATO-Konzept.

1980 wird Schmidt erneut als Bundeskanzler (SPD/FDP-Koalition) bestätigt und erhält für Verdienste um Frieden und Menschenrechte die Goldman-Medaille.

1981 hart diskutiert aber dennoch, nach seiner Rücktrittsdrohung, angenommen wurde der NATO-Doppelbeschluss.

Im Dezember des Jahres findet der 3. innerdeutscher Gipfel statt.

Am 5.2.´82 stellte Schmidt die Vertrauensfrage und das Votum wurde zu diesem Zeitpunkt noch mit einem einstimmigen Ergebnis der Koalition für Schmidt beantwortet. Nach erneuten Querelen traten vier FDP-Minister aus der Schmidtregierung aus (17.September).

Am 1.10.1982 wurde Schmidt, nach dem Bruch der Koalition, durch ein konstruktives Misstrauensvotum als Bundeskanzler abgewählt.

Sein Amt über nimmt Helmut Kohl.



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