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 Die Geburt der Moderne

 

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Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts

Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt die Kunstwissenschaft Deutungsansätze und Kategorien, um zum einen die Geschichte der Kunst besser zu verstehen, vor allem aber, um die sich überstürzenden Möglichkeiten zeitgenössischer Kunst begreifen zu können. Im Einzelfall liefern die Kunstwissenschaftler parallel zur Entwicklung der Kunst selbst die aktuelle Theorie und speisen so die Theorie der Malerei mit der notwendigen neuen Begrifflichkeit. 

Mit dem Werk Konrad Fiedlers werden erstmals ästhetische Kategorien unabhängig von einer Entwicklung der Kunst greifbar. Dieser revolutionäre Ansatz trennt die traditionelle Kunstbetrachtung von Erfahrungen, die nur durch das Kunstwerk selbst vermittelt werden können. In der Fortbeschreibung dieser Gedanken im Werk Adolph von Hildebrands wird der gedankliche Grund erobert, auf dem die moderne Kunst entstehen kann, in dem Hildebrand die >> Daseinsform<< von der >>Wirkungsform<< des Kunstwerkes trennt. 

Der eigentliche Beginn der Moderne wird auf das Jahr 1905 datiert, wo die Künstlergruppe "Fauves" zum ersten mal anlässlich des Pariser Herbstsalons in Erscheinung traten. Deren Kunstwerke wurden, wie viele künstlerische Schaffenswerke der Moderne, zunächst mit viel Kritik begrüßt, erlangten jedoch später ein hohes künstlerisches Ansehen.