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04.03.03
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Mittweida
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"Tony
Jagitsch in Concert
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Wippende Fußspitzen bei mitreißendem
Glenn-Miller-Sound
Die Swingharmoniker aus Wien brachten Mauern des Rochlitzer Gymnasiums zum
Beben
- Originalgetreue Uniformen und authentische Arrangements begeisterten
Rochlitz. Zwar ist das Rochlitzer Publikum normalerweise nicht so leicht
aus
der Ruhe zu bringen, aber Tony Jagitsch und seine "Swing Time Big Band"
schafften das am Dienstagabend in der fast ausverkauften Aula des
Johann-Mathesius-Gymnasiums mühelos. Kein Wunder, wandelten die 17
Berufsmusiker und ihr Bandleader doch auf den Spuren Glenn Millers und
brachten mit dessen rhythmisch mitreißenden Titeln aus den 40-er Jahren
und
weiteren Swing-Hits die Mauern der altehrwührdigen Lehreinrichtung zum
Beben.
Das Orchester aus der Walzerstadt Wien ließ mit swingenden Melodien die
Musik
einer Zeit wieder lebendig werden, in der man nicht zur Disco, sondern
zum
Tanz ging. Ja früher... "Da konnte man noch tanzen und sich
unterhalten",
bemerkte eine ältere Dame wehmütig während Artie Shaws "Moonglow" und
ließ
Erinnerungen wieder Revue passieren. Bei den schnelleren Titeln waren
dann
wippende Fußspitzen quer durch alle Altersgruppen zu beobachten, auch
wenn
natürlich die Gäste in der Überzahl waren, die schon zu Swing-Hochzeiten
mit
dem Partner über die Tanzböden fegten.
Nach der Pause dann der erwartete Höhepunkt: der Auftritt der Band in
originalgetreuen Uniformen der Glenn-Miller-Band. Alle Hits des 1944 bei
einem Flugzeugabsturz verunglückten Amerikaners donnerten durch die
Aula,
während sich die Musiker, die immer wieder Szenenapplaus erhielten, mit
kleinen Gags selbst hochleben ließen. Das Auge isst eben mit.
Nach zwei Stunden, ausgefüllt mit eingängigen Melodien nach
authentischen
Arrangements, ließen dann auch die stehenden Ovationen nicht länger auf
sich
warten, doch das sind die weitgereisten Musiker mittlerweile gewohnt.
"Wollen Sie nicht nach Hause gehen?", so die Frage des mit dem berühmten
Wiener Charme reichlich ausgestatteten Tony Jagitsch nach der ersten
Zugabe.
Nein, eigentlich wollte das kaum jemand der rund 200 Zuhörer und doch
war
zwei Lieder später nach dem wohl berühmtesten Miller-Titel "In the mood"
endgültig Schluss. Klar, dass die Autogramme und CDs des 54-Jährigen im
Anschluss heiß begehrt waren.
Übrigens: Die mehrfache Einladung des Bandleaders ans Publikum, doch am
10.
März kommenden Jahres im Wiener Konzerthaus vorbeizuschauen, wenn das
Große
Orchester mit über 40 Mitwirkenden zur Swing-Gala einlädt, könnte Folgen
haben. Der Heimat- und Verkehrsverein "Rochlitzer Muldental" in Gestalt
von
Geschäftsführerin Dorothea Palm entschloss sich spontan, eine solche
Fahrt
in die österreichische Hauptstadt anzubieten. Interessenten, die sich
bereits jetzt beim Verein melden können, sollten wohl vorhanden sein,
denn
immerhin hat Tony Jagitsch sogar eine persönliche Stadtführung
versprochen. (LG)
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