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Geändert am:
18.09.03


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  Chorlager (01.09.-05.09.2003)

    Einige Fotos  und ein "kurzer" Bericht
   

Auf nach Neudorf!

Wenn um neun Uhr morgens 37 Schüler und Schülerinnen mit gepackten Taschen vor dem JMG um ein Clavinova herumstehen und auf einen Bus warten, kann das eigentlich nur eins bedeuten:

es ist wieder einmal Zeit für das alljährliche Chorlager. Am 1.9. machte sich der eiserne Kern des Chores mit seinen Leitern Frau Pütz und Herrn Kluger wieder auf den Weg nach Neudorf, wobei auch Frau Rothe als Begleitperson nicht fehlen durfte. Die Fahrt in die Jugendherberge am Fuße des Fichtelberges verlief in lautstarker Vorfreude auf die Woche. Unter den 37 Sängerinnen und Sängern der Klassenstufen zehn bis zwölf fanden sich auch einige Abiturienten diesen Jahres. Viele waren schon einmal in Neudorf gewesen und für zwei Schüler, die von Anfang an bei jedem Chorlager mit dabei gewesen waren, bedeutete es die vierte Fahrt. Dementsprechend steigerte sich die Stimmung bei der Ankunft, da den meisten die Umgebung vertraut, fast familiär war. Unter verdächtig klappernden Rucksäcken stieg man die Treppen zu den Zimmern hoch, um gleich darauf in den Speisesaal zu stürzen und das reichliche Mittagessen zu ergattern, das in diesem Jahr ausnahmsweise nicht aus den obligatorischen Nudeln mit Würstchen bestand.

Danach wurde die Jugendherberge erst mal auf die Bedürfnisse eines Chores umgerüstet, der Speisesaal in einen Proberaum verwandelt und die Betten bezogen. Die erste Probe schloss sich auch gleich an und wer im Bus ein wenig träge geworden war, konnte sich bei Frau Pütz´s alternativen Lockerungsübungen wieder ent- (oder auch ver-)spannen. Am Abend fand man sich wie üblich um eine Gitarre zusammen, in diesem Fall die von Herrn Kluger und sang bunt durcheinander von Tausend Sterne bis hin zu Country Roads.

Einem jeden, der neu im Chorlager war, wurde spätestens Dienstag klar, worin die Bedeutung dieser Chorfahrt lag, denn dies war der Mammut-Proben-Tag mit acht Stunden Singen. Kein Wunder, dass sich am Abend eine Karawane auf in den Dorfkonsum machte, um sich wenigstens etwas zu bewegen. Später saß man in den Zimmern beieinander, allerdings fehlte in diesem Jahr die Klassenstufe elf fast vollständig, weswegen der Abstand zwischen Zehnern und Zwölfern manchmal recht deutlich wurde.

Hatte man am Dienstag kaum Bewegung gehabt, so zitterten die meisten schon vor dem Mittwoch, denn in diesem Jahr konnte Herr Kluger seine Drohungen wieder wahr machen: Das Wetter spielte mit und wir erklommen den Fichtelberg über die Himmelsleiter. Entspannen konnte man sich nach dem Abstieg auf der Bowlingbahn Oberwiesenthal.

Mit schmerzenden Muskeln saßen wir am Donnerstag morgen auf den Stühlen (Ein Dankeschön an den, der die Idee mit den Kissen hatte!!!), die Gymnastikübungen wurden zur echten sportlichen Herausforderung.

Es war die letzte Chorprobe und sie zeigte, dass sich das Chorlager wieder einmal gelohnt hatte. Von ABBA bis Oh Bethlehem hatten Frau Pütz und Herr Kluger das Chorrepertoire aufgestockt, um später auch den großen Chor zu bereichern.

Den Nachmittag verbrachten wir in Annaberg, er begann damit, dass man im Bus "Hoch auf dem gelben Wagen anstimmte und sich dann gemeinsam in die St.-Annen-Kirche stellte und Halleluja sang. Wer wollte, konnte sich danach die Stadt besehen, die einen vom Kirchturm aus und die anderen von unten, durch die Gänge des Annaberger Bergwerkes nämlich. Wer schlau war, tat beides. Viele nutzten die Gelegenheit, um sich für den letzten Abend vorzubereiten, das hieß, man kaufte (natürlich nur unalkoholische!!!) Getränke.

Und so fand dann die traditionelle Donnerstag-Abend-Gangparty in den Fluren der JH Neudorf statt.

Es ist wohl besonders der letzte Abend, der den Teilnehmern im Gedächtnis bleibt, denn hier spürt man die Gemeinschaft, die den Chor ausmacht und von der auch Herr Kluger, Frau Pütz und Frau Rothe nicht ausgeschlossen blieben. Unerklärlich war natürlich, warum viele am nächsten Morgen Kopfschmerzen hatten und es im Bus verdächtig still war. Tatsache ist, ein jeder sagte Neudorf nur ungern Ade, allerdings war die Trauer bei der Ankunft am JMG vergessen, als Herr Kluger zuversichtlich meinte, auch nächstes Jahr hieße es wieder: Auf nach Neudorf!

(Und all denen, die nicht mitgefahren sind, kann ich nur sagen: Selber Schuld)

Tatjana Kreher

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