|
|
Der
erste Eindruck »
Donnerstag, der 24.08.2000 so gegen 9 Uhr ging der
Ernst unseres "neuen Lebens" am Jo-Ma-Gym
in Rochlitz los. Voller Erwartung und Angst darüber
was sie an dieser Schule erwarten würde, betraten
13 ängstliche, ehemalige Mittelschüler ihr
zukünftiges Klassenzimmer. Herr Walczak, unser
Klassenlehrer und Herr Ganz, der Schulleiter waren
auch sofort zur Stelle, um uns zu begrüßen.
Sogleich wurden uns die Regeln unserer Schule und
das Schulmotto ans Herz gelegt: "WOHL FÜHLEN,
LERNEN, ABITUR MACHEN". So schnell wie Herr
Ganz gekommen war, hat er uns auch schon wieder
verlassen ("Die Termine jagten ihn"). Ein
durchaus beeindruckender Schulrundgang folgte
nun....
Schulrundgang
»
"Ei, und ihr seid also die neue 10/5, unsere
‚Sonderklasse’! Guck an, so viele!" So
ungefähr wurden wir in sämtlichen Zimmern
empfangen. Nachdem wir in fast jeder Klasse des
Hauses vorgestellt wurden und wir jetzt bekannter
als das Schulmaskottchen "Johannes" waren,
bekamen wir auch die interessanten Dinge der Schule
zu Gesicht.
Das
einzige Kommentar zu dem wir danach noch fähig
waren: "WOW"! Der Grund dafür:
-
ein
Schülerkaffee (die lehrerfreie Zone)
-
der
Schulzoo (Kuschelzone für unsere
Hartgesonnenen)
-
ein
Kunstatelier (hier kann man sich kreativ
austoben)
-
die
Schulkantine (Schrei des Tages: "Deine
Pommes sind fertig!")
-
eine
Schulbibliothek (Ein gutes Buch oder einen
netten Plausch gefällig?)
-
tolle
Fachkabinette (muß man gesehen haben)
-
ordentliche,
sanitäre Anlagen (muß man benutzt haben) J
-
die
Aula (Showeinlagen eingeplant)
Auch
die Freizeitangebote des Gymnasiums sind nicht zu
verachten. Hier können wir u. a. den großen
Schulchor, die Theatergruppen, Schulpartnerschaften
( z.B. mit Irland ), Cambridge-Kurse, Sportangebote,
eine Schülerzeitung und vieles mehr aufzählen.
Jetzt
waren uns die letzten Ängste genommen und der
Unterricht konnte gar nicht schnell genug los gehen.
Nach
den ersten zwei Wochen »
Man konnte wirklich sagen, wir wurden von allen mit
offenen Armen und einem Lächeln aufgenommen. Fast
jeder sagte uns, dass er unseren Mut, diesen Weg zu
gehen, bewundert.
Es ist
erstaunlich, wie unsere Klasse in so kurzer Zeit so
sehr zusammenwachsen konnte. Selbst unser
Klassenlehrer fragte uns zweifelnd, ob wir uns nicht
doch schon seit langem kannten.
Unsere
2 Jungs hatten es nicht immer leicht mit 11 Mädchen
auszukommen, aber sie konnten dennoch nicht leugnen,
dass sie sich in unserer Klasse durchaus
wohlgefühlt haben – welchem Jungen würde das
nicht gefallen? Das Klassenklima war einfach top,
hier war lernen möglich, ohne das es langweilig war
und für spezielle Fragen war auch immer Zeit.
Thema
Lehrer »
Also dieses Thema ist ja eigentlich etwas heikel und
wir trauen uns gar nicht richtig darüber so
ausgelassen zu plaudern. ABER – ES MUSS RAUS!!!
Wir ... vertreten ... die Meinung, ... dass ... 90%
aller Lehrer des Jo-Ma-Gym ... echt SUPER sind! Mit
Problemen findet man überall ein offenes Ohr.
Selbst im Unterricht ist deutlich zu spüren, dass
es ihnen mindestens genauso viel Spaß macht und sie
auch bei schweren Fragen eine Antwort parat haben.
Das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern ist
ein ständiges Geben und Nehmen - ein großes
Miteinander. Man braucht sich nicht zu scheuen, auf
die Lehrer zu zugehen (SIE BEISSEN NICHT!!!).
Schulalltag
»
Zusammenfassend kann man sagen:
...
siehe Photos ... (Unser LUSTIGER Schulalltag)
Das
Lernen macht an diesem Gymnasium viel Spaß und die
Schule wird ihrem Motto sehr gerecht. Keiner sagt,
dass unser spezieller Weg einfach ist, aber er ist
mit etwas Willen und Fleiß durchaus gut zu
schaffen. Man brauch wirklich keine Angst zu haben
und mit Hausaufgaben steht man nie allein da, denn
es sind immer irgendwo kompetente Fachkräfte zu
finden.
...
Der letzte Satz sei dem lieben Hausmeister gewidmet.
Ein nettes "Moin!" nicht ohne Grund,
begrüßt er dich zu jeder Stund’!
Julia
Leitheiser |
|
Unser
LUSTIGER Schulalltag »
|
Wir werden immer an
der kurzen Leine gehalten, Nahrung müssen wir uns hart erkämpfen.
|
|
|
Wer nicht spurt, wird
rausgeschmissen
...
|
|
|
Mit Knebeln
und Schlägen wird das Lernen erzwungen
...
|
|
|
Hier haben sich
alle
lieb
...
|
|
|
...
Kuscheleinheiten
und Kopfkraueln inbegriffen
|
|
|
|
Erfahrungsberichte
»
Warum habt ihr euch nach
der Klasse 10 für das Gymnasium entschieden und nicht für eine Lehre?
Uwe Rudolph (17) aus Erlau:
"Da die Auswahl an Lehrstellen relativ gering war und ich mir
nicht im Klaren gewesen bin, welchen Beruf ich ausüben könnte,
entschied ich mich das Abitur anzustreben. Damit habe ich in der
Berufswelt bessere Chancen."
Yvonne Weiße (17) aus Rochlitz: "Ich
habe noch keine genauen Vorstellungen, was meinen zukünftigen Beruf
betrifft und hoffe, mir nach 3 Jahren darüber klar zu sein. Außerdem
habe ich so mehr Zukunftsmöglichkeiten."
Wie war euer Eindruck von
Schülern und Lehrern? Ihr seid in eine Klasse integriert. Wie haben
euch die Schüler aufgenommen?
Janine Rauthe (17)
Rochlitz: "Die Lehrer
waren sehr hilfsbereit und zuvorkommend. Sie haben oft extra Unterricht
angeboten, um fehlenden Stoff nachzuholen."
Yvonne Weiße: "Die
Schüler haben uns sehr unterschiedlich beim Nacharbeiten des fehlenden
Stoffs unterstützt. Die Lehrer konnten nicht so gut auf uns eingehen,
weil wir so viele Schüler sind."
Fällt es euch jetzt
schwerer in der Schule?
Jana Falk (16) aus
Chemnitz:
"Schwieriger ist es, aber ich habe mich daran gewöhnt, zum
Beispiel mehr Vorträge zu halten."
Uwe Rudolph: "Der Aufwand
ist höher, viel höher als an der Mittelschule, aber somit auch der
Preis für den Aufwand."
Wie kommt ihr mit der
neuen Fremdsprache Französisch zurecht?
Martha Nowicki (17)
Chemnitz: "Ich bin
zweisprachig aufgewachsen, weshalb es mir leicht fällt. Allerdings mag
ich Russisch, Latein oder Spanisch mehr als Französisch."
Uwe Rudolph: "Ich
persönlich bin froh, dass wir Französisch lernen."
Janine Rauthe: "Die
Sprache an sich ist sehr interessant, aber es fällt mir ziemlich
schwer, mit ihr umzugehen. Ich hätte lieber Latein gelernt."
Gibt es etwas was euch
nicht gefällt?
Yvonne Weiße: "Die
Lehrer gehen zu wenig auf die Schüler ein. Sie nehmen manchmal zu wenig
Rücksicht."
Jana Falk: "Ich
finde es sehr schade, dass es in Klasse 10 keinen Informatikunterricht
gibt, wie auf der Mittelschule. Informatik war immer sehr schön und ist
heutzutage sehr nützlich."
Wenn ihr auf das Jahr
zurück blickt: Habt ihr den Schritt, auf das Gymna sium zu gehen,
bereut?
Martha Nowicki: "Nein,
ich habe den Schritt überhaupt nicht bereut. Ich habe viel über mich
selbst gelernt, bin selbstständiger, reifer und ehrgeiziger geworden.
Auch kann ich mit Druck und Stress jetzt viel besser umgehen."
Janine Rauthe: "Bereut
habe ich diesen Schritt auf keinen Fall, auch wenn es mir schwer fällt.
Ich habe in dem Jahr so viel Neues dazugelernt und viele wunderbare
Menschen getroffen. Ich würde diesen Weg immer wieder gehen."
|
|