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Geändert am:
07.06.02


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in den gymnasialen Schulalltag ehemaliger Mittelschüler

Der erste Eindruck »

Donnerstag, der 24.08.2000 so gegen 9 Uhr ging der Ernst unseres "neuen Lebens" am Jo-Ma-Gym in Rochlitz los. Voller Erwartung und Angst darüber was sie an dieser Schule erwarten würde, betraten 13 ängstliche, ehemalige Mittelschüler ihr zukünftiges Klassenzimmer. Herr Walczak, unser Klassenlehrer und Herr Ganz, der Schulleiter waren auch sofort zur Stelle, um uns zu begrüßen. Sogleich wurden uns die Regeln unserer Schule und das Schulmotto ans Herz gelegt: "WOHL FÜHLEN, LERNEN, ABITUR MACHEN". So schnell wie Herr Ganz gekommen war, hat er uns auch schon wieder verlassen ("Die Termine jagten ihn"). Ein durchaus beeindruckender Schulrundgang folgte nun....

Schulrundgang »

"Ei, und ihr seid also die neue 10/5, unsere ‚Sonderklasse’! Guck an, so viele!" So ungefähr wurden wir in sämtlichen Zimmern empfangen. Nachdem wir in fast jeder Klasse des Hauses vorgestellt wurden und wir jetzt bekannter als das Schulmaskottchen "Johannes" waren, bekamen wir auch die interessanten Dinge der Schule zu Gesicht.

Das einzige Kommentar zu dem wir danach noch fähig waren: "WOW"! Der Grund dafür:

  • ein Schülerkaffee (die lehrerfreie Zone)

  • der Schulzoo (Kuschelzone für unsere Hartgesonnenen)

  • ein Kunstatelier (hier kann man sich kreativ austoben)

  • die Schulkantine (Schrei des Tages: "Deine Pommes sind fertig!")

  • eine Schulbibliothek (Ein gutes Buch oder einen netten Plausch gefällig?)

  • tolle Fachkabinette (muß man gesehen haben)

  • ordentliche, sanitäre Anlagen (muß man benutzt haben) J

  • die Aula (Showeinlagen eingeplant)

Auch die Freizeitangebote des Gymnasiums sind nicht zu verachten. Hier können wir u. a. den großen Schulchor, die Theatergruppen, Schulpartnerschaften ( z.B. mit Irland ), Cambridge-Kurse, Sportangebote, eine Schülerzeitung und vieles mehr aufzählen.

Jetzt waren uns die letzten Ängste genommen und der Unterricht konnte gar nicht schnell genug los gehen.

Nach den ersten zwei Wochen »

Man konnte wirklich sagen, wir wurden von allen mit offenen Armen und einem Lächeln aufgenommen. Fast jeder sagte uns, dass er unseren Mut, diesen Weg zu gehen, bewundert.

Es ist erstaunlich, wie unsere Klasse in so kurzer Zeit so sehr zusammenwachsen konnte. Selbst unser Klassenlehrer fragte uns zweifelnd, ob wir uns nicht doch schon seit langem kannten.

Unsere 2 Jungs hatten es nicht immer leicht mit 11 Mädchen auszukommen, aber sie konnten dennoch nicht leugnen, dass sie sich in unserer Klasse durchaus wohlgefühlt haben – welchem Jungen würde das nicht gefallen? Das Klassenklima war einfach top, hier war lernen möglich, ohne das es langweilig war und für spezielle Fragen war auch immer Zeit.

Thema Lehrer »

Also dieses Thema ist ja eigentlich etwas heikel und wir trauen uns gar nicht richtig darüber so ausgelassen zu plaudern. ABER – ES MUSS RAUS!!! Wir ... vertreten ... die Meinung, ... dass ... 90% aller Lehrer des Jo-Ma-Gym ... echt SUPER sind! Mit Problemen findet man überall ein offenes Ohr. Selbst im Unterricht ist deutlich zu spüren, dass es ihnen mindestens genauso viel Spaß macht und sie auch bei schweren Fragen eine Antwort parat haben. Das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern ist ein ständiges Geben und Nehmen - ein großes Miteinander. Man braucht sich nicht zu scheuen, auf die Lehrer zu zugehen (SIE BEISSEN NICHT!!!).

Schulalltag »

Zusammenfassend kann man sagen:

... siehe Photos ... (Unser LUSTIGER Schulalltag)

Das Lernen macht an diesem Gymnasium viel Spaß und die Schule wird ihrem Motto sehr gerecht. Keiner sagt, dass unser spezieller Weg einfach ist, aber er ist mit etwas Willen und Fleiß durchaus gut zu schaffen. Man brauch wirklich keine Angst zu haben und mit Hausaufgaben steht man nie allein da, denn es sind immer irgendwo kompetente Fachkräfte zu finden.

... Der letzte Satz sei dem lieben Hausmeister gewidmet. Ein nettes "Moin!" nicht ohne Grund, begrüßt er dich zu jeder Stund’!

Julia Leitheiser

Unser LUSTIGER Schulalltag »

Wir werden immer an 
der kurzen Leine gehalten, Nahrung müssen wir uns hart erkämpfen. 
 
Wer nicht spurt, wird rausgeschmissen
...

 

 
Mit Knebeln 
und Schlägen wird das Lernen erzwungen
...
 
Hier haben sich 
alle lieb 
...

 

 
... 
Kuscheleinheiten 
und Kopfkraueln inbegriffen

 

 

Erfahrungsberichte »

Warum habt ihr euch nach der Klasse 10 für das Gymnasium entschieden und nicht für eine Lehre?

Uwe Rudolph (17) aus Erlau: "Da die Auswahl an Lehrstellen relativ gering war und ich mir nicht im Klaren gewesen bin, welchen Beruf ich ausüben könnte, entschied ich mich das Abitur anzustreben. Damit habe ich in der Berufswelt bessere Chancen."
Yvonne Weiße (17) aus Rochlitz:
"Ich habe noch keine genauen Vorstellungen, was meinen zukünftigen Beruf betrifft und hoffe, mir nach 3 Jahren darüber klar zu sein. Außerdem habe ich so mehr Zukunftsmöglichkeiten."

Wie war euer Eindruck von Schülern und Lehrern? Ihr seid in eine Klasse integriert. Wie haben euch die Schüler aufgenommen?

Janine Rauthe (17) Rochlitz: "Die Lehrer waren sehr hilfsbereit und zuvorkommend. Sie haben oft extra Unterricht angeboten, um fehlenden Stoff nachzuholen."
Yvonne Weiße:
"Die Schüler haben uns sehr unterschiedlich beim Nacharbeiten des fehlenden Stoffs unterstützt. Die Lehrer konnten nicht so gut auf uns eingehen, weil wir so viele Schüler sind."

Fällt es euch jetzt schwerer in der Schule?

Jana Falk (16) aus Chemnitz:
"Schwieriger ist es, aber ich habe mich daran gewöhnt, zum Beispiel mehr Vorträge zu halten."

Uwe Rudolph:
"Der Aufwand ist höher, viel höher als an der Mittelschule, aber somit auch der Preis für den Aufwand."

Wie kommt ihr mit der neuen Fremdsprache Französisch zurecht?

Martha Nowicki (17) Chemnitz: "Ich bin zweisprachig aufgewachsen, weshalb es mir leicht fällt. Allerdings mag ich Russisch, Latein oder Spanisch mehr als Französisch."
Uwe Rudolph:
"Ich persönlich bin froh, dass wir Französisch lernen."
Janine Rauthe:
"Die Sprache an sich ist sehr interessant, aber es fällt mir ziemlich schwer, mit ihr umzugehen. Ich hätte lieber Latein gelernt."

Gibt es etwas was euch nicht gefällt?

Yvonne Weiße: 
"Die Lehrer gehen zu wenig auf die Schüler ein. Sie nehmen manchmal zu wenig Rücksicht."
Jana Falk: 
"Ich finde es sehr schade, dass es in Klasse 10 keinen Informatikunterricht gibt, wie auf der Mittelschule. Informatik war immer sehr schön und ist heutzutage sehr nützlich."

Wenn ihr auf das Jahr zurück blickt: Habt ihr den Schritt, auf das Gymna sium zu gehen, bereut?

Martha Nowicki: "Nein, ich habe den Schritt überhaupt nicht bereut. Ich habe viel über mich selbst gelernt, bin selbstständiger, reifer und ehrgeiziger geworden. Auch kann ich mit Druck und Stress jetzt viel besser umgehen."
Janine Rauthe:
"Bereut habe ich diesen Schritt auf keinen Fall, auch wenn es mir schwer fällt. Ich habe in dem Jahr so viel Neues dazugelernt und viele wunderbare Menschen getroffen. Ich würde diesen Weg immer wieder gehen."

 

 

 

 


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