„Schon als kleines Mädchen war ich zum Tode verurteilt“

01.10.2019 |

Am Montag, dem 23.09.2019, sprach Holocaust-Überlebende Henriette Kretz (*1934, in Iwano-Frankiwsk, Ukraine) vor den 10. bis 12. Klassen über ihre Erlebnisse als Jüdin während des Nationalsozialismus unter der Führung Hitlers (1933-1945). Als Zeitzeugin ist die 85-Jährige in Antwerpen wohnhaft und dort Mitglied des polnischen Vereins „Kinder des Holocaust“. Sie arbeitet für das Maximilian-Kolbe-Werk, mit Sitz in Freiburg im Breisgau, welches sich als humanitäre Hilfsorganisation für Opfer der Konzentrationslager und Ghettos versteht.

Als Zeitzeugin war sie bereits in vielen Schulen zu Gast. Dort berichtete sie in Vorträgen über ihr Schicksal als Kind eines Arztes und einer Rechtsanwältin, die durch deutsche Soldaten vor ihren Augen erschossen wurden, als sie 10 Jahre alt war. Ihre dramatische Lebensgeschichte bewegte die anwesenden Schüler*innen und Lehrer vor allem durch die anschaulich dargebotene Authentizität und grausame Realität der geschehenen Erlebnisse.                                                                                    

 

Der Angriff durch deutsche Truppen auf ihre damalige Heimat, Stanisławów (heute Iwano-Frankiwsk, Ukraine) am 1. September 1939, zu Beginn des 2. Weltkriegs, zwang ihre Familie zur Flucht nach Lemberg (Polen). Verfolgt durch die Nationalsozialisten gelang die Reise nach Sambor (Polen), wo sie von ihren Eltern getrennt und gefangen genommen wurde. Später brachte man sie im jüdischen Ghetto zusammen mit Mutter und Vater unter, die während eines späteren Fluchtversuchs ermordet wurden. Henriette Kretz entkam und überlebte allein, bis sie in einem katholischen Waisenhaus aufgenommen und versteckt wurde.                                                                                                                     

 

Thematisiert wurde ihre Vergangenheit auch in ihrem Buch „Willst du meine Mutter sein? Eine Kindheit im Schatten der Schoa“ und in der Verfilmung „Childhood in the shadow of death“ (2004).

Als eine Vertreterin der letzten Generation, die den Nationalsozialismus miterlebt hat, sind die berichteten Erfahrungen und ihr Engagement als sehr bedeutend für uns als Schüler zu bewerten.

 

 

 

 

 

 

 

 


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